Welcome Baaaaaaack! :*

Veröffentlicht auf von elisabethdieerste

Wiedeeeeeer daa! Wunderbarstes Wochenende seit langem. Immer und immer wieder!!♥

 

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Weihnachtsmarkt

 

Der Schnee fällt leise und glitzernd vom Himmel. Das erste Mal in diesem Jahr. 

Er hat ihre Hand in seine Jackentasche gesteckt, damit sie nicht friert. Durch die Buden in der großen Stadt schlendern Abertausende von Menschen. Es gibt unzählbare bunte Lichter, Buden, sogar ein Riesenrad. Es ist nicht kalt, wenn man mittendrin steht. Aber für diese beiden existiert das Gewimmel um sie herum nicht. 

 

Bunte Lichter blinken überall. Mann hört Glöckchen bimmelt und Verkäufer, die versuchen gebrannte Mandeln und Zuckerwatte loszuwerden. 

Das Pärchen läuft schweigend, sich ansehend, lächelnd, Sterne in den Augen durch die Stände. Lichterketten funkeln und kleine Schneeengel warten darauf einen neuen Besitzer zu finden. 

 

Ab und zu bleiben sie stehen, umarmen sich. Küssen sich. Versunken im Glück. 

Sie halten einander fest, als würden sie sich verlieren, ließen sie sich los. Sie drehen ihre Runden, einsam unter Tausenden. Sie sind nur für sich da, genießen die Zeit, die ihnen gegeben ist, einmal im Monat. 

 

Sie stehen vor einem süßen Stand, er legt den Arm um ihr Schulter und streicht über ihren Arm, damit sie nicht friert. Sie kauft zwei Tassen Kinderpunsch, weil sie weiß, wie sehr er das liebt.  Sie schlürfen zusammen Kinderpunsch, unterhalten sich über Dinge, welche die Welt nicht interessiert. Unwichtige.

 

Richtig, der Moment ist zu perfekt. Aber sie genießen es, leben nur den Moment. 

Sie hat rote Wangen und ihre Nase ist eiskalt. Er sieht sie lange an. Die kleinen weißen Schneeflocken fallen auf ihre schwarze Mütze. Sie halten sich nicht lang dort, verschwinden als kleine Wassertropfen. Er küsst sie auf ihr kalten Wangen und lächelt sie an. Seine blauen Augen strahlen mit seinem Lächeln um die Wette. Einen glücklicheren Abend gab es für beide lang nicht.

 

Er und sie, sie und er laufen ihr letzte große Runde. Sie bleiben vor einem Stand stehen, der billigen kitschigen Schmuck verkauft. Er steckt ihr einen kleinen silbernen  Ring mit einer winzigen kleinen Perle an den Finger. Er erkennt den Moment in dem der Verkäufer nicht hinsieht, nimmt ihre Hand und sie laufen beide zwischen den Buden davon. Ein wenig außer Atem bleiben sie lachend am anderen Ende der Budengasse stehen, grinsen sich an und küssen sich auf den Mund. Er dreht den Ring an ihrem Finger, nimmt sie wieder am Arm und sie gehen von den Menschen und den bunten Buden weg.  

 

Sie laufen die Treppen zur U-Bahn hinunter, die gerade einfährt. Hand in Hand. Ihre Finger sind kalt und blau. Ihr Daumen streichelt über seine Handfläche.

Wir steigen in die U-Bahn, unglaublicherweise ist sie fast leer. Wir setzen uns ganz hinter , er nimmt sie in den Arm, wie als wäre sie ganz seins. Sie schließt die Augen, sie ist weit weg, in einer Welt, die nur den beiden gehört. 

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