Himmelfarben

Veröffentlicht auf von elisabethdieerste

Stell dich vor meine Mitte

Leg dich in jede Figur

Werf dich in jeden meiner Schritte 

 

Ich tanz für dich, wohin du willst

Ich geh, rüber ans Fenster

Um zu sehn, ob die Sonne noch scheint

Hab so oft, bei schweren Gewitter in deine Hände geweint

 

Wie soll ein Mensch das ertragen

Dich alle Tage zu sehn

Ohne es einmal zu wagen,

dir in die Augen zu sehn

 

Stell dich vor meine Mitte

Leg dich in jede Figur

Werf dich in jeden meiner Schritte

 

Ich führe dich, wohin du willst.

 

Wie soll ein Mensch das ertragen

Dich alle Tage zu sehn

Ohne es einmal zu wagen,

dir in die Augen zu sehn

 

Könnt ich einen einzigen Tag nur

in meinem Leben dir gefallen

Um dann ein einziges Mal nur

in deine Arme zu fallen

 

Wie soll ein Mensch das ertragen

Dich alle Tage zu sehn

Ohne es einmal zu wagen

die in die Augen zu sehen.

 

Philip Poisel 

 


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Stelldichein

 

Regen im Sommer - "Gott, wohin sollen 

wir nun? Was meinst du, - ins Gasthaus?" - "Nein."

"Kirchen sind zu schon. - Da fällt mir ein:

Droschke, vorwärts, wohin sie wollen!"

 

Elender Kasten. Ein halblahmer Schimmel,

der uns querüber zu werfen droht.

Vorne der Kutscher, vom Fluchen rot,

und in der Droschke: du, - ich und - der Himmel.

 

Rainer Maria Rilke.

 

Es erinnert mich sehr an eine Stelle aus Madame Bovary von Gustave Flaubert, als ebendiese mit ihrem zweiten Geliebten sich stundenlang durch die Stadt fahren lässt, als sie diesem nach Jahren wieder begegnet. 

 

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